DAS DENKENDE HERZ

Foto: Tim Wettstein

EINE INSTALLATIVE MUSIKPERFORMANCE NACH
ETTY HILLESUM

Wie ist es möglich, in einer Umgebung politisch verordnetem und legitimierten Hasses eine Haltung zu finden und zu leben, die den inneren Frieden und die Nächstenliebe nicht ersticken, sondern sogar wachsen lassen?

Diese Frage steht im Mittelpunkt von „Das denkende Herz“, einer installativen Musikperformance zu Etty Hillesums Tagebüchern.
Die 1943 in Auschwitz ermordete jüdisch-niederländische Denkerin schrieb bis zu ihrem Lebensende Tagebuch und hinterliess in ihren Gedanken und Beschreibungen ihres kurzen Lebens ein Werk, das im Unmöglichen das Mögliche fand: Liebe für ihre Mitmenschen und innerer Frieden.

Foto: Tim Wettstein

Die Künstlerin Kara Leva sucht mit ihrem interdisziplinären Team durch Raum, Klang und Körper den Tagebüchern und der darin enthaltenen Reise eine sinnlich erfahrbare Form zu verleihen.
Elektronisch geformte und musikalisch inspirierte Textpassagen treffen auf Gesang, Spiel und visuelle Komposition. In der Verbindung von zeitgenössischer Soundtechnik und zeitloser Aufführungspraxis verfolgt die Inszenierung das Vorhaben, einen Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart zu schlagen und hierdurch den Raum für eine bewegende Denkerin zu schaffen und zu weiten, die im deutschsprachigen Raum bis zum heutigen Tag weitestgehend unbekannt geblieben ist.

Foto: Tim Wettstein

Regie/ Performance: Kara Leva
Bühne/ Kostüm: Mariana Vieira Grunig
Elektronik: Leo Hofmann
Kamera: Isabelle Simmen
Lichttechnik: Viktoras Zemeckas
Mentor: Claudius Körber